Alle Macht geht von den
Göttern aus.

Und der Tempel spricht in ihrem Namen.

Manche Reiche sterben durch Krieg.
 
Andere sterben durch Männer, die sich für unfehlbar halten.
 
Kaiser, Herzöge und Barone verwalten das Reich.
Die wirkliche Macht liegt jedoch seit jeher beim Tempel.
Alle wesentlichen Entscheidungen werden vom Hohen Rat getroffen —
einem Zusammenschluss der sechs Hohenpriester der sechs Orden.

Es ist ein System, das auf gegenseitigem Misstrauen, religiöser Autorität
und erstaunlich fragilen Egos basiert.

Doch wer sind diese Kirchenmänner, die über das Wohl des Reiches entscheiden?

Der Orden der Verkünder – Der Goldene Orden

Die Brüder des Ordens der Verkünder genießen mit ihren Knabenchören einen exzellenten Ruf.
Gemeinsam besingen sie in den großen Kathedralen des Reiches die Herrlichkeit der Götter.

Leider liegen Heiligkeit und Machtmissbrauch traditionell nur wenige Gebete voneinander entfernt.

Der Orden des Blutes – Der Rote Orden

Die Krieger des Roten Ordens schützen kirchliches Eigentum und wahren Sicherheit und Ordnung in einer unsicheren Welt.

Gegen eine angemessene Bezahlung verleihen die Priester des Ordens ihre Soldaten allerdings auch an andere Interessenten. Kein Wunder, liegt doch auch der Sklavenhandel fest in ihren Händen.

Der Orden der Richter – Der Schwarze Orden

Die Brüder des Schwarzen Ordens entscheiden über Schuld und Unschuld im Reich.

Klärende Gespräche finden aus Datenschutzgründen selbstverständlich ohne Zeugen statt.
Die meisten Angeklagten gestehen bereits nach kurzer Zeit überraschend umfangreich.

Nach einer Begegnung mit der reinigenden Flamme liegt das endgültige Urteil glücklicherweise nicht mehr in menschlichen Händen.

Der Orden der Barmherzigen – Der Weiße Orden

Der Orden der Barmherzigen kümmert sich um das Seelenheil seiner Gläubigen.

Natürlich lässt sich selbst das Paradies mit ausreichend Gold und anderen Gefälligkeiten deutlich leichter erreichen.

Der Orden der Bewahrer – Der Blaue Orden

Die Bewahrer schützen die heiligen Schriften vor Fehlern, Verlust und gefährlichen Neuinterpretationen. Vor allem Letzteres nimmt der Orden ausgesprochen ernst.

Weltliche Sorgen genießen innerhalb des Ordens nur geringe Aufmerksamkeit.
Die Bewahrer kümmern sich schließlich um das Reich der Götter, nicht um das der Menschen.

 

Der Orden der Verwalter – Der Graue Orden

Dankenswerterweise kümmert sich der Graue Orden um die Verwaltung des Tempels.
Mit Heerscharen aus Beamten, Verwaltern und unterbezahlten Schreibkräften behalten die Grauen selbst in den größten Papierbergen zuverlässig den Überblick.

Die kirchliche Verwaltung, die sich praktischerweise selbst überwacht, gilt seit jeher als ausgesprochen effizient. Ein Schelm, wer dabei an Vetternwirtschaft oder persönliche Bereicherung denkt.

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