
Malte Thießen, Jahrgang 1989, schreibt seit vielen Jahren Geschichten – lange Zeit jedoch mit dem Gefühl, dass seine Ideen besser waren als ihre Umsetzung.
Seine ersten Projekte waren Sachbücher zur Mathematik der Oberstufe: strukturiert, logisch, kontrolliert. Sein Anspruch stand ihm erzählerisch oft im Weg. Über Jahre hinweg überarbeitete, verwarf und schrieb er neu – auf der Suche nach einem Stil, der seinen Ansprüchen genügte.
Heute entstehen daraus Geschichten, die bewusst mit Ordnung, Moral und Macht brechen. Seine Werke sind geprägt von einer klaren, analytischen Sprache und einem Blick auf die Welt, der selten zufriedenstellt – und genau deshalb weitererzählt werden muss.
Wenn er nicht schreibt, arbeitet er in einer deutschen Behörde am Rande des Teutoburger Waldes.